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14.05.26, 13:31
Hallo Leute,
vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.
Seit zwei Monaten versuche ich verzweifelt einen Plattenspieler zu kaufen.
Leider ohne Erfolg.[Bild: https://plattenspieler-forum.de/images/i...hocked.png]
Ich habe folgendes Equipment:
Einen „Rotel MK14 II“, vor kurzen neu gekauft weil die alte Anlage den Geist aufgegeben hat.
Als Boxen habe ich die „Nubox 681“ (ca. 20 Jahre alt).
Bisher habe ich zwei Plattenspieler neu gekauft, die beide defekt waren.
Der eine war der „Dual cd 429“, der andere war der „ Audio-Technica LP120xBTUSB“.
Der Audio-Technica hat sich gut angehört, war aber die Nadelaufhängung defekt (ging wieder zurück).
Nun habe ich mir folgende Plattenspieler ausgesucht:
Pro-Ject Debut Reference 10
oder
Magnat MTT 990 (evtl. Austausch durch braune Nadel)
Mir geht es um folgendes. Ich möchte einfach meine alte Plattensammlung (aus den Jahren 1975 – 1990) hören. Die Platten sind in einem Top Zustand.
Es sollte ein guter Klang rüber kommen, aber nicht im Referenzbereich.
Also Plattenspieler für tausende von Euro halte ich für Spinnerei.
Viele reden von Unterschieden bei der Länge des Tonarmes (9 oder 10 zoll).
Andere finden das „Subchassis „ des Plattenspielers wichtig.
Mir ist wichtig, das der Plattenspieler guten Klang bietet, aber keinen Designpreis gewinnt.
Was haltet Ihr von meinen ausgesuchten Plattenspielern?
Welchen würdet Ihr vorschlagen oder habt Ihr bessere Alternativen?
Evtl. der „„ Audio-Technica LP120xBTUSB“ mit einem anderen Tonabnehmer und besserer Nadel?
Vielen Dank im voraus.
Hilde
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14.05.26, 13:48
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.05.26, 13:49 von Spitzenwitz.)
Hallo Hilde, willkommen bei uns im Forum
Hier wird man Dir schnell raten, einen revidierten alten Plattenspieler zu kaufen, da diese in der Regel deutlich preiswerter und besser als aktuelle Neugeräte sind.
Der von Dir gekaufte Dual, wie auch der Audio-Technica Plattenspieler und der angefragte Magnat kommen alle aus dem gleichen Werk der Hanpin Electron in Taiwan. Dieser Hersteller baut für geschätzte 60% des gesamten Marktes die Plattenspieler, die dann immer wieder mit bekannten Markennamen versehen werden.
Das Audio-Technica Gerät sollte mittlerweile ausgereift laufen, das ist ein richtiges Massenprodukt, ebenfalls unter verschiedenen Markennamen auf dem Markt. Außerdem ist der Spieler für ein recht kleines Geld zu haben.
Der Pro-Ject Debut Reference 10 ist deutlich zu teuer, hier bekommt man im gebrauchten Sektor deutlich mehr für den halben Preis. Wenn es Pro-Ject sein soll, muss man bei diesem Hersteller relativ weit oben einsteigen, von den einfacheren Geräten ist abzuraten.
Gruß
Michael
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Hallo Hilde,
willkommen und viel Spaß hier im Forum.
Welche Armlänge sollte man verwenden?
Lange Arme haben eher Probleme mit Resonanzen, bzw. treten diese eher im hörbaren Bereich auf, als bei kurzen Armen.
Dann also einen kurzen Arm?
Kurze Arme führen eher zu größeren Fehlwinkeln, woraus Verzerrungen resultieren.
Also einen Tangentailarm?
Tangentailarme übertragen oft Geräusche des Armantriebs auf das System.
...
Das kann man nun stundenlang so fortführen 
In der Praxis funktionieren fast alle Arme gut.
Die billigen Riementriebler (egal welches Schild da nun drauf geklebt wird) haben oft grausame Gleichlaufwerte. Die Leiern wie eine Drehorgel (die man ja nicht zufällig auch Leierkasten nennt). Bei besseren Riementrieblern ist der Gleichlauf aber in Bereichen, die wir nicht mehr auflösen können.
Bei Direkttrieblern bewegen wir uns praktisch durchgängig in Bereichen, in denen wir keine Gleischlaufschwankungen mehr hören können. Pohlruckeln und andere Phänomene sind rein akademischer Natur und haben keine Praxisrelevanz.
Kommen wir zu Reibradlern. Das oft beschriebene Rumpeln des Reibrades tritt vor allem bei älteren Geräten auf, bei denen die uralten Reibräder über die Jahrzehnte einen Standschaden erlitten haben. Durch den Austausch des Reibrades (manchmal auch des Reibradbelages) kann man dies komplett beheben. In den frühen 70ern war diese Technik bereits zuendeentwickelt und lieferte fantastische Werte.
Als Fazit: Alle Antriebe funktionieren prima, wenn sie gut in Schuss sind. Aber auch Riemenantriebe kosten Geld, obwohl sie so simpel sind. Wenn sie gut gemacht sind, funktionieren sie aber auch. Aus technischer Sicht haben Direktantriebe die Nase vorn, aber man kann die anderen Konzepte auch verwenden.
Bedienkonzept:
Manuelle Dreher kann fast jeder Dorfschmied bauen. Die werden heute oft gepuscht, weil so auch kleine Firmen mit wenig KnowHow, Dreher produzieren können. Aber Vollautomaten funktionieren nicht schlechter. Diese waren in der Mitte der 80er zuendeentwickelt. 40 Jahre Später ist der Aufwand in der Produktion aber nicht gesunken, weshalb viele Anbieter lieber die einfachen Geräte verkaufen. Hier sind dann die Margen auch höher.
Achso: Ich verwende nur Vollautomaten.
Ich verwende zudem nur Vintage-Dreher, da in den 70er und 80er Jahren hervorragende Plattenspieler gebaut wurden und diese oft auch heute noch perfekt funktionieren. Meist deutlich besser, als die neuen Einsteigermodelle
Gruß
Jan
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Um jetzt wieder zurück zum Thema zu kommen. Welchen Plattenspieler?
Wenn ein Tip von mir kommt, ist es ein Direkttriebler. Wie wäre es mit einem Technics?
Neu bekommt man die für unter 1 k€ mit einem brauchbaren System.
Technics SL-100C https://amzn.to/3Ropr1w für 850 € oder
Technics SL-40CBT https://amzn.to/3R8qRND für 800 €
Das kann man vermutlich beides machen.
Wie @ Spitzenwitz schon richtig vermutet hat, würde ich zu einem gebrauchten Dreher raten.
Ich habe einen Technics SL-Q33 über. Den würde ich für 400 € abgeben. Da wäre dann noch richtig Luft für ein gutes bis sehr gutes System
Gruß
Jan
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Ich habe einen Teil der Beiträge abgetrennt und in den Moderationsbereich verschoben, damit wir uns hier wieder dem eigentlichen Thema witmen können!
In dem Bereich bis 1 k€ hätte ich natürlich auch noch den JVC QL-Y77F, den ich versehentlich zuviel in Japan ersteigert habe
Die kleine Macke in der Folierung habe ich mal kurz mit einem braunen Filzstift dunkler gefärbt
Da geht aber sicher noch mehr.
Die Haube muss poliert werden (oder man gönnt sich eine neue, was ich für den anderen vermutlich machen werde)
Viel mehr Plattenspieler geht dann vermutlich nicht
Gruß
Jan
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Gruß
Jan
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(14.05.26, 18:18)Jan schrieb: ...
Ich habe einen Technics SL-Q33 über. Den würde ich für 400 € abgeben. Da wäre dann noch richtig Luft für ein gutes bis sehr gutes System
Der Preis ist zu hoch. Ich komme bei dem Teil ohnehin nie auf nen "Schnitt", da der ja aus zwei mach eins war. 300 € + Versand reicht auch
Gruß
Jan
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