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RE: Bilder eurer Plattenspieler - Jan - 08.09.26 Da habe ich so meine Zweifel.
Es ist also eher wahrscheinlich, dass der Motor keinen Anlaufkondensator braucht und nur einen Entstörkondensator hat RE: Bilder eurer Plattenspieler - Andi91265 - 08.09.26 Das mag bei größeren Motoren sein, wie z.B. bei Tonbandmaschienen oder mehr in der Industrie, die so gro0e Kapazitäten von 10 - 100µF und 400 - 1000V brauchen, aber bei dem ERA ist ein 48 Pol Syncro Motor mit 110/230 Volt Wechselpannung und sehr niedrigen Geschwindigkeit von ca. 125 U/min verbaut. So hat der Kondensator eigentlich zwei Funktionen. Da er mit 0,2 µF und 375 V AC ausgelegt ist, was auch den kleinen Motor langt, dient er als Phasenvewrschiebung der Wechselspannung für die zweite Motorwicklung (Hilfswicklung), die das Anlaufen des Motor ermöglicht. Er braucht keine hohe hohe Leistung, damit der hochdreht. (wenige Watt oder gar Milliwatt) Da er paralell zur Phase und Neutrallleiter geschaltet ist, dient er zusätzlich als Entstör-Kondensator. Der Kondensator bleibt permanent im Stromkreis geschaltet, um während des gesamten Betriebs das benötigte Phasen-Drehfeld aufrechtzuerhalten. Das durch den Kondensator erzeugte Phasen-Drehfeld gibt die Drehrichtung (im Uhrzeigersinn) fest vor. Der Motor hat 3 Phasen und einen Neutralleiter. (Vier Kabel) Einmal für 110 und 230V Betriebsspannung und die dritte ist für die Hilfswicklung, die jeweils mit der gewünschten Phase angeschlossen wird. Im meinem Fall ist es die 230 Volt Phase. Ohne diesen Kondensator würde der Motor nicht laufen. Oft hört man es, das der AC-Motor eines Plattenspieler nicht mehr läuft oder nur noch zuckt, weil der Entstör-Kondensator defekt ist. (Bei alten Thorens mit AC-Syncro Motoren oder auch bei alten Dual Dreher). Ist er erneuert worden, läuft er wieder. RE: Bilder eurer Plattenspieler - Andi91265 - 08.09.26 Osawa PL-500…… Der zum Thorens TD126 MKIII BC zurück verwandelt wurde. Aber nicht ganz zum originalem. Der Tonarm ist ein UltraCraft (AudioCraft) AC-33. mit dem AS-10 Tonarmrohr. RE: Bilder eurer Plattenspieler - Jan - 08.09.26 Die Haube wirkt etwas mickrig auf der riesigen Zarge. Hat die kein Scharniere? RE: Bilder eurer Plattenspieler - Andi91265 - 09.09.26 (08.09.26, 22:19)Jan schrieb: Die Haube wirkt etwas mickrig auf der riesigen Zarge. Hat die kein Scharniere? Nein, weil sie auch nicht original ist. Die Originale sieht nicht gut dazu aus und auch nicht passend. Ich habe sie machen lassen und wollte sie so. Und warum sollte eine Haube immer Scharniere haben? Es gibt einige Plattenspieler, vor allem im High End Bereich, die keine Scharniere haben. Eine Haube hat gar keinen Einfluss auf die Klangqualität des Plattenspieler. Ich habe mit Absicht auf Scharniere verzichtet, weil die Gefahr bestehen könnte, das sie zu fällt und den Klavierlack beschädigen könnte. Diese Haube hat 2 mm Gummifüße an jeder Ecke, sitzt nur auf den Füßen, damit der Lack nicht verkratzt werden kann. Das die Zarge so groß ist, hat seine Gründe. Die Zarge ist aus Delegnit (auch Panzerholz genannt), das eine sehr hohe Dichte hat und somit fast keine Eigenresonanz besitzt. Je stärker das Material ist, desto besser ist es für Übersprechdämpfung und Triffschalldämpfung. Selbst die Bodenplatte besteht aus Delebnit. Bevor ich den Klavierlack aufgetragen habe, habe ich die Oberfläche abgeschliffen, mit Sealer vorbehandelt und den Klavierlack mit Ballenpolier/French Polish Technik aufgetragen. Gruß Andi RE: Bilder eurer Plattenspieler - Jan - 09.09.26 Bei einem Sub-Chassis-Dreher bildet eine Haube, die auf der äußeren Zarge aufsetzt, mit dieser so etwas wie einen Schutzraum gegen Luftschall und entkoppelt sehr wirkungsvoll Platte und Arm vom Luftschall. Bei Spielern mit Dämpferfüßen und einer festen Verbindung von Haube, Zarge und Arm, sieht es hingegen oft anders aus. Da wirkt eine aufgestellte Haube wie eine Antenne für Schwingungen aus der Luft. High End Plattenspieler fallen heute oft weit hinter das zurück, was in den 70ern noch überall selbstverständlich war. Warum? Weil man hohe Fertigungsqualität nicht billiger machen kann. Die wäre heute deutlich teurer. Darum findet man heute auch kaum noch Sub-Chassis-Konstruktionen, die sind einfach zu teuer. Resonanzdämpfung über eine hohe Masse ist eigentlich nur eine Resonanzverschiebung. Größere Massen schwingen einfach langsamer und/oder brauchem mehr Energie um sie anzuregen. Da die Erregerenergie in der Praxis oft stark limitiert ist, passt es dann aber doch meist. Besser als einfach nur die Masse nach oben zu treiben ist es natürlich, wenn man unterschiedliche Materialien kombiniert. Solche Komposite schwingen meist sehr unwillig. (Als Beispiel klebe mal einen Kaugummi in eine kleine Glocke. Die Glocke klingt alleine Hell und mit dem Kaugummi fast gar nicht mehr, da das Komposit die Schwingungen bedämpft.) Eine weitere Möglichkeit ist es, konstruktiv gegen Resonanzen vorzugehen. Die Mischung aus allem ist dann der Königsweg. Schwere Materialien, die entsprechend durch Streben und Stege versteift sind und eine hohe Eigendämpfung haben, schwingen praktisch gar nicht. Aber zu der Lakiertechnik würde ich gerne mehr erfahren. Sowas finde ich immer interessant RE: Bilder eurer Plattenspieler - Radiouli - 09.09.26 Ich finde Dreher ohne feste Haube auch schöner anzusehen - sicher von Plattenspieler zu Plattenspieler unterschiedlich. RE: Bilder eurer Plattenspieler - labrador - 09.09.26 Servus @Andi91265, jetzt habe ich als Liebhaber des Thorens TD 126 (habe selbst einen MK II und einen MK III) erstmal "gegoogelt" was ein Osawa PL-500 ist .Bin dann darauf gestoßen: osawa-01.jpg (1024×1329) und osawa-02.jpg (1024×1361) Der Osawa-Dreher auf Deinem ersten Foto mit dem "schrägen Streifen" gefällt mir richtig gut! Den hätte ich wahrscheinlich eher so gelassen, sieht man so nicht "alltäglich"... Auch ich bin, wie Du, ein Freund glasklarer Aufsetzhauben. Ich habe mehrere Dreher mit neuen glasklaren Aufsetzhauben ohne Scharniere (natürlich auch mit kleinen "Gummifüßen" an den Ecken). Mein MK III (siehe Foto) hat auch eine "maßgeschneiderte" Aufsetzhaube bekommen, da ich meine Originalzarge vor der Echtholz-Neufurnierung um 4mm aus optischen Gründen verbreitert habe, somit wurden auch die Scharnierlöcher verschlossen. Ich hätte die Haube bei Deinem Dreher auch etwas breiter anfertigen lassen, würde "gefälliger" aussehen. Aber es muss nur Dir gefallen und Geschmäcker sind nun mal verschieden. Danke für das Vorstellen des Drehers! Gruß RE: Bilder eurer Plattenspieler - Q60 - 09.09.26 Moin, den Spieler von Labrador finde ich so gut, sieht noch dezent aus, obwohl die Seitenteile etwas weniger dick , hätte ich besser gefunden. Die Drucktasten sind doch im Original auch beschriftet oder ? Schaue ich Heute Abend mal nach! Die Monsterzarge von dem Andi Thorens, finde ich perönlich furchbar übertrieben, das kommt schon Richtung Bohrinsel ! Aberrr... jeder hat seinen eigenen Geschmack. Gruss Rainer RE: Bilder eurer Plattenspieler - Q60 - 09.09.26 Das ist mein Favorit, Direkttriebler, Quarzgesteuert, Gleichlauf 0,025, Anzeige für die Gesamtspielzeit des Systems, bzw. der Nadel, Tonarmwaage u. das Wichtigste " ein Vollautomat". Jeder wie mag. Gruss Rainer |