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Ich meine nach "Sonotone Velocitone" googeln und dann die Schaltung aufbauen. Das sind nur zwei Widerstände und ein Kondensator pro Kanal. Das kriegt man sogar so klein dass es mit in die Headshell passt. Oder eben extern im Kasterl.
Viele Grüße
Roman
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Hi Roman,
nur zur Info!
Ich hab jetzt 3 unterschiedliche Anpassungsschaltungen ausprobiert.
Alle scheinen aber einfach noch zu viel Spannung auszugeben, so das entweder schon mein RIAA-Eingang übersteuert wurde
oder spätestens die Eingangsstufe meines Verstärkers.
Hab dann für einen schnellen Versuch noch ein 50k log Poti nach dem "Velocity Equalizer" eingebaut, als Spannungsteiler,
was erstmal funktionierte, aber wenn ich dann am Verstärker lauter gemacht habe, wurde das Klangbild immer höhenbetonter.
Aber vielleicht führte das zusätzliche Poti dann schon wieder zu einer Fehlanpassung für den RIAA-Eingang?
Das Klangbild, wenn man das CDS660 "artgerecht" anschließt (>=1MOhm) gefällt mit momentan einfach am Besten ;-).
Gruß,
Peter
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Keramik-Tonabnehmer am AUX oder Line-In-Eingang
Ein Keramik-System an einem Entzerrervorverstärker für Magnetsysteme zu betreiben, scheint mir nicht optimal. Besser wäre es doch, die Eigenschaften eines Röhrenverstärkers mit heutigen Mitteln nachzubauen. Auch eine passive Impedanzanpassung (erst Pegelabsenkung und dann Verstärkung) erhöht doch nur die Empfindlichkeit für Störungen.
Für ein paar vorhandene Platten aus den 80er Jahren suchte ich einen kleinen und billigen Spieler. Wichtig war mir ein Riemenantrieb, der für ruhigen und gleichmäßigen Lauf sorgt. Nur der Klang des ausgewählten Gerätes war sehr enttäuschend – dünn und kaum Bässe. Also musste eine Lösung her.
Mit der folgenden Schaltung, die direkt am Tonabnehmer angeschlossen wurde, funktioniert der Plattenspieler jetzt gut. (Kosten für 2 IC, Tantalkondensatoren und Buchse: 14 €)
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Hi ,
willkommen und viel Spaß hier im Forum.
Roman hat recht viel Erfahrung mit Keramik-Systemen.
Ich mag Lochrasterplatinen gar nicht. Testaufbau auf nem Steckbrett und danach bestell ich mir dann die Platinen in Taiwan
Gruß
Jan
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Hi Jan,
danke für Deine Antwort und das Willkommen im Forum.
Die Lochplatine habe ich verwendet, weil sie da war. Sie stammt noch aus einer Zeit als ein typischer digitaler Schaltkreis nur 4 NAND-Gatter enthielt.
Ich finde es gut, wenn Forenmitglieder alte Plattenspieler und anderes Gerät erhalten und über ihre Erfahrungen damit berichten.
Mein Ansatz war ein anderer. Ich wollte meine „Plattenschätzchen“ aus den 80ern noch mal hören und ggf. als MP3 speichern. Das Ganze sollte weder viel Geld noch Zeit kosten. HiFi war nicht das Ziel, aber es sollte schon gut klingen.
Da bin ich auf ein kleines Chinamodell „Hamlet“ für 46,46 € ohne Lautsprecher mit USB-Anschluss und Line Out gestoßen und mit dem viel kritisierten „roten Keramiksystem“. Der Klang war auch so, wie häufig kritisiert. Es war mir jedoch einen Versuch wert herauszufinden, ob der schlechte Klang am System oder an der Elektronik liegt.
Im Artikel „Funkschau 15/1965: F. A. LOESCHER: Neuere Entwicklungstendenzen auf dem Tonabnehmergebiet“
erfährt man, dass damals die Hersteller von Keramiksystemen 2 MOhm Eingangsimpedanz empfohlen haben, aber auch damals übliche Verstärker wohl nur 1 MOhm am Plattenspielereingang hatten.
Also baute ich einen Impedanzwandler (Verstärkung = 1) mit dem OPA 2604 und 2 Widerständen (1,5 MOhm als Eingangswiderstand). Die symmetrische Spannung für den OPA erzeugt ein ICL7660S aus den im Plattenspieler vorhandenen 5 V am USB-Anschluss.
Das Ergebnis hat mich überrascht. Die Platten klingen nun besser als ich das aus fernen Zeiten in Erinnerung habe. Das mag auch an meinen heute besseren Lautsprechersystemen liegen (Heimkinoanlage oder Stereosystem im Auto mit Subwoofern). Für mich erfüllt diese Lösung alle Erwartungen.
Erklären kann ich mir nicht, warum ein Chinesisches Produkt ausgerechnet bei der Elektronik derartig geschlampt hat. Eine bessere Lösung hätte nur ein paar Euro mehr gekostet.
Gruß
Jürgen
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(03.06.26, 22:20)Phonofreund schrieb: Erklären kann ich mir nicht, warum ein Chinesisches Produkt ausgerechnet bei der Elektronik derartig geschlampt hat. Eine bessere Lösung hätte nur ein paar Euro mehr gekostet.
Moin Jürgen und willkommen im Forum.
Du hast die Erklärung doch gleich mitgeliefert.

Es ist natürlich klar daß man auch günstig gut Platten hören kann und hier in diesem Forum kann man das sogar schreiben ohne gleich Gegenwind zu bekommen. Es gibt aaandere Foren da wird man für so eine Aussage mit Verachtung bestraft oder sogar angefeindet.
Gruß Jörg
Ich bin eigentlich ein ganz Netter, wenn ich Freunde hätte könnten die das sicher bestätigen.
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Hallo Jörg,
da gehöre ich sicher nicht zur klassischen Zielgruppe des Forums. Aber hier habe ich sehr hilfreiche Informationen für mein “Projekt“ gefunden. Beispielsweise, dass man Keramiksysteme ursprünglich am Röhrenverstärker mit hoher Eingangsimpedanz betrieben hat. Siehe Posts von
leuchtipit .
Ein Röhrenvorverstärker war für mich keine Option. Nach einiger Suche fand ich bei
https://www.elektronik-labor.de/Notizen/Phono.html eine mögliche Alternative mit JFET BF245A. Und auch die hier diskutierte passive Anpassung an einen (heute seltenen) Phonoeingang für Magnetsysteme.
Dann habe ich die minimalistische Impedanzwandlerschaltung mit einem Doppel-OPV und 2 Widerständen ausprobiert, um das Keramiksystem an Line-In anzuschließen.
Da das gut funktioniert hat, könnte das doch auch eine Option für hochwertige „historische“ Plattenspieler-Modelle sein. Deshalb habe ich die Schaltung hier vorgestellt. Eingangswiderstand und ggf. -Kapazität könnte man noch zur Anpassung an das System experimentell variieren. Der OPV setzt da kaum Grenzen, solange man dafür sinnvolle Werte verwendet.
Gruß
Jürgen
Gruß
Jürgen