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Quantisierungsrauschen: Die digitalen Sensoren im Handy haben eine feste Auflösung. Ein Sprung um die kleinste messbare Einheit (das LSB – Least Significant Bit) erzeugt in der Anzeige bereits eine Schwankung, die größer ist als die echten Abweichungen des Plattenspielers.
Taktzittern (Jitter): Der interne Taktgeber des Handys, der die Zeitstempel für die Messwerte setzt, ist nicht temperaturstabilisiert. Das führt zu winzigen Fehlern in der Berechnung der Winkelgeschwindigkeit (DeltaWinkel/DeltaZeit).
Die Hürde: Um die Abweichungen verlässlich zu messen, bräuchte es ein Messsystem, das mindestens um den Faktor 10 präziser ist als der zu messende Fehler. Ein handelsübliches Smartphone-Gyroskop schafft baubedingt meist nur eine Präzision im Bereich von 0,1%.
Gruß
Jan
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Ja da hast Du sicherlich recht.
Zumindest für die reproduzierbarkeit und somit vergleichbarkeit habe ich mir den Adapter gedruckt.
So hat das Handy immer exakt die gleiche Position.
Im Grunde ist die im Raspberry angezeigte Geschwindigkeit von der Genauigkeit nicht zu toppen.
Ich messe die exakte Zeit für eine Umdrehung. Wenn ich bei einer Umdrehung exakt 1.8 Sekunden Messe habe ich halt genau 33.33 rpm.
Des geht mir da eigentlich auch nicht um die tatsächliche Geschwindigkeit sondern um die klitzekleinen Schwankungen. Wow sieht man in der App halt deutlich und sieht da auch schnell Verbesserungen in der Motorsteuerung / dem Gleichlauf.
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(30.03.26, 12:28)Spassgeneral schrieb: - die Micro Seiki Bl xxx, ja laut Datenblatt hatten damals alle Plattenspieler Spitzenwerte. leg da mal die WOW App drauf. Da möchte ich die 0.025 gerne einmal sehen.
Kann ich nicht. Mein altes Smartphone unterstützt solche Apps nicht. Ich nutze meine Smartphones etwas länger. Meist solange bis sie gar nicht mehr smart sind...
Beste Grüße
Ralf
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Ich habe auch mal versucht die Sache mittels Testplatte zu messen. Das hat nur su semi-gut geklappt. Genauer als mit der App ist nicht so das Problem, aber auch die Testplatten haben das grundsätzliche Problem, dass die Fertigungsgenauigkeit nicht hoch genug ist.
Ich hatte es erst mit Audacity und dem Plugin Wow and Flutter Visualizer versucht. Leider leif das Plugin nicht wie es sollte.
Ich habe die Datei dann in AES6 Wow & Flutter Meter — Python & Standalone Analyzer geladen, aber das war auch nicht so der Bringer. Scheinbar waren die aufgenommenen Daten nicht so toll
Gruß
Jan
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Ich will es dann mal so sagen: wenn es schon schwierig ist die Fehler zuverlässig Messtechnisch zu erfassen, dann brauchen wir da eigentlich gar nicht mehr drüber diskutieren.
Lasst uns einfach ne Platte auflegen und uns zurück lehnen. Nicht dass der Genuß vor lauter Technik zu kurz kommt.
Ich guck die halbe Zeit auf das Display nur um zu sehen, daß der Pin bei 0 Abeichung absolut still steht. Zum Glück habe ich die Anzeige abschaltbar gemacht. Beim DDX-1000 guck ich auch permanent aufs Stroboskop. Da ist der Trio KP-850 echt eine Wohltat. Nix was ablenkt, da weiss ich daß es richtig ist.
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(30.03.26, 23:47)Spassgeneral schrieb: Lasst uns einfach ne Platte auflegen und uns zurück lehnen. Nicht dass der Genuß vor lauter Technik zu kurz kommt.
Das mache ich sowieso und lasse mich von technischen Daten nicht verrückt machen. Leiern konnte ich bisher nur bei zwei meiner DDs raushören, wo altersbedingt etwas nicht mit der Quarzregelung stimmte. Die mußte ich außer Haus fixen lassen. Ein JVC/Victor QL-7 mit TT-71 Laufwerk und den wunderschönen Hitachi/Lo-D HT-840 mit TU-800 Laufwerk. Da gebührt mein Dank dem Bastel Wastel, der sich meiner Oldtimer angenommen hat.
Beste Grüße
Ralf
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