Audio-Technica AT-SB727 "Soundburger"
#1
Ich wollte ihn haben. Punkt. Schon damals, als er als "Dual"-gelabelt im Radio-Geschäft im Schaufenster stand. Irgendwie fand ich ihn schon immer cool. Vor einem Jahr habe ich ihn dann gekauft. Er war verfügbar, leider nur in schwarz, aber egal. Ich hatte ihn nun. Ausgepackt, ausprobiert, eingepackt und in der Ecke vergessen...  Cry . Um ihn vorzustellen habe ich ihn jetzt mal rausgeholt und er geht anschließend in den Verkauf. Offensichtlich habe ich keine Verwendung für so einen Plattenspieler.  lol

Von Anfang an: So kommt die Kiste an: 
   

Innendrin ist er gut geschützt:
   

Es gibt tatsächlich dafür eine "Burger-Packung". Sie kostet 39 € und ist nicht besonders hübsch. Wer kein Transport-Case benötigt, dem reicht sicherlich auch die Original-Verpackung.

In der Verpackung liegt ein USB-Kabel (USB-C), in meiner Erinnerung lag auch ein Cinch-Klinken-Kabel dabei. Keine Ahnung, wo das ist. Aber davon fliegen hier so viele rum, dass das kein Ding ist. 
   

Außerdem gibt es vier Beipackzettel, die meisten sind nutzlos:
   

Eigentlich kommt man direkt mit dem Gerät so klar, denn es ist sehr einfach und klar aufgebaut:
   

Wichtig ist eigentlich nur, dass man nicht versucht, den Deckel mit Gewalt zu öffnen. Denn diese Transportsicherung verhindert das:
   

Hat man sie rausgeschraubt, lässt sich der Deckel leicht öffnen (dafür gibt's eine Arretierung an der Seite). An der Rückseite gibt es neben dieser Transportsicherung, dem Haltegriff (!) und dem USB-Anschluss noch einen Klinkenanschluss für die Stereo-Anlage. Klar, ein Vorverstärker ist eingebaut:
   

Über den USB-Anschluss wird der interne Akku geladen. Ich bin mir nicht sicher, ob man darüber auch das Audio-Signal an einen PC geben könnte - ich glaube, das ist nicht vorgesehen. Hier kommt noch ein Blick auf die Unterseite mit dem Akku-Fach:
   

Man sieht auch, wo der Motor sitzt. Leider kann man dort nicht die UPM feinjustieren, andererseits ist das Innere so auch vor Verschmutzung geschützt. Die Füße dämpfen etwas... viel sollte man sich davon nicht versprechen. 

Öffnet man den Deckel, ist der Tonarm auf diese Weise arretiert:
   

Das ist clever gemacht: das runde Dings ist aus Gummi, so dass der Tonarm echt gut geschützt ist. Zugleich ist das runde Dings Puck und Plattenklemme! Das bedeutet, im Betrieb muss man den Tonarm ausschwenken, dieses Dings abnehmen, Platte auflegen, Dings drauf, Deckel drauf, Nadel in die Einlaufrille und auf "Power" drücken - los geht's!

Hier noch ein Foto von dem "Dings":
   

Und im Betrieb sieht das Ganze dann so aus:
   

Obwohl ich das Gerät jetzt ein Jahr lang in der Ecke liegen hatte und echt vergessen hatte: heute läuft schon die zweite LP und irgendwie macht das Teil gute Laune. Ich höre gerade über die Stereo-Anlage und der Klang haut einen echt nicht um. Es fehlt oben und unten - keine echten Bässe, keine echten Höhen. Mit Bluetooth-Kopfhörer machte das Ding aber Spaß - das kann der Burger nämlich auch. 

Mit 230 € ist das Gerät kein Pappenstiel. Man bekommt ein kultiges Teil, das es ermöglicht, mobil Platten zu hören. Zum Beispiel im Reisemobil, im Garten, auf Flohmärkten usw. Ich glaube, dass das kein Gerät ist, das man zuhause benutzen wird. Vielleicht bei argem Platzmangel, z.B. im Studium oder so. Aber nicht, wenn man einen richtigen Plattenspieler hinstellen kann. 

Ach ja: einen Haken hat das Gerät natürlich. Der Plattenteller ist echt klein. Platten liegen einfach nicht stabil genug auf und es gibt keinen befriedigenden Gleichlauf. Bei Popmusik mag das vielleicht noch irgendwie gehen, aber an mehr ist nicht zu denken.
Viele Grüße
Darwin (Thomas)
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