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(05.02.26, 13:10)Jan schrieb: (05.02.26, 12:32)Sahnehäubchen schrieb: Ich bin ehrlich gesagt eher zufällig darüber gestolpert. Das Teil gibt es aber schon recht lange. Die, die ihn haben, sind wohl auch begeistert. Rein optisch gefällt er mir. Er greift das Thema anders auf und setzt es recht pragmatisch um. Ich persönlich bin diese Holzschachteln fast schon überdrüssig. Der Kuzma ist mal erfrischend anders. Ich hoffe, dass er auch klangtechnisch da mitzieht.
Bei solchen Teilen wird einem dann doch erschrecknd schnell klar, wie wenig man fürs Geld bekommt.
<snip>
Aber ja, so als moderne Skulptur im Raum, hat das Teil was 
Ich sehe das ja "etwas" anders - auch wenn ich mir die Kuzmas (vor allem in Messing, brrr...) nie kaufen würde.
Das sind halt in kleinen Stückzahlen produzierte, CNC-gefräste Metallobjekte. Das allein ist schon ein ganz guter Gegenwert zu dem Preis. Wir reden hier ja gerade mal über rund 2.800EUR - viel Geld, klar. Aber fragt mal bei einem gut ausgestatteten Metallbauer nach einem Einkaufspreis für so etwas. Das gibt es - bezüglich des materiellen Gegenwerts - ganz andere Nummern im vermeintlichen "High End" - oder auch bei normaler Consumer Elektronik.
Das Ding wird Schallplatten wahrscheinlich (ich hab es nie "live" gesehen oder gar gehört) nicht hörbar schlechter abspielen als jeder andere Plattenspieler mit einem gewissen Qualitätsanspruch auch, bietet dafür aber Design, Haptik und vielleicht etwas Exklusivität. Für Menschen, denen das wichtig ist und deren Geschmack der Kuzma entspricht, ist das viel, was man für das Geld bekommt.
Gegenwert von Geld wird sehr individuell bemessen und warum sollte die eine Ansicht hier "richtiger" sein als die andere...
Schöne Grüße, Thomas
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Ich habe Kontakte zu ein paar Zerspanungsbetrieben. Da könnte man sich so etwas sicher auch drehen/fräsen lassen. Das Material kostet vermutlich nichts, aber die Arbeit natürlich durchaus nicht wenig, besonders bei Losgröße 1.
Den wirklichen Preis kann ich natürlich nicht abschätzen, da ich gerade im Prototypenbau den Aufwand nicht qualifiziert überblicken kann.
Natürlich leben die Leute nicht schlecht von solchen Teilen. Das kann ja auch nicht anders sein.
Trotzdem bekommt man einen rein manuellen Dreher und damit ein primitives Gerät.
Gruß
Jan
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06.02.26, 14:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.02.26, 14:38 von HighEndVerweigerer.)
Das man mit dem Kuzma mind. genauso gut Musik genießen kann wie mit unseren alten "Holzkisten" Schätzchen, oder wenns neu sein soll einem Feikert oder whatever für mehr Kohle, da bin ich voll bei dir, Thomas.
Nur ich würde wenig für die 2,8K Euro bekommen, weil ich ihn einfach nur häßlich finde...
Beste Grüße
Ralf
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06.02.26, 14:42
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.02.26, 14:43 von straylight.)
(06.02.26, 14:31)Jan schrieb: Trotzdem bekommt man einen rein manuellen Dreher und damit ein primitives Gerät.
Auf der "Wie viele Features bekomme ich für mein Geld"-Ebene hats Du natürlich Recht. Kompliziert ist da rein gar nichts dran. In sofern ist "primitiv" nicht falsch. Trotzdem bietet das Gerät einen erheblichen Gegenwert - nur eben nicht für Dich
(06.02.26, 14:38)HighEndVerweigerer schrieb: Nur ich würde wenig für die 2,8K Euro bekommen, weil ich ihn einfach nur häßlich finde...
Dem schließe ich mich gern an
Schöne Grüße, Thomas
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06.02.26, 14:44
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.02.26, 14:49 von labrador.)
Servus Jan,
Deine Vorliebe für "Automaten" kennen wir.
ABER:
Ich beobachte durchaus "einen Trend" zum (ich nenne es mal) "puristischem Genuss" beim Thema Vinyl! Gerade viele der "Neu- und Wiedereinsteiger" schätzen das "zelebrieren und puristische Genießen". "Selbst handanlegen" ist das Zauberwort  . Ich selbst bin da sicherlich als Wiedereinsteiger, vor gut 15 Monaten, ein gutes Beispiel. Von meinen 9 Plattenspielern ist nicht ein Gerät ein "Vollautomat".... max. Halbautomat (Endabschaltung ist ganz praktisch)
Aber es geht ja um Kuzma hier....
P.S. ich "zelebriere" das Thema FÜR MICH, einschließlich weißer Handschuhe und "Malstunde"....
Gruß
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(06.02.26, 14:31)Jan schrieb: Trotzdem bekommt man einen rein manuellen Dreher und damit ein primitives Gerät.
Dann habe ich ja nur primitive Dreher...Zum Glück ticke ich nicht so wie du, Jan...
Je weniger dran, desto weniger kann kaputt gehen oder verharzen...Ich bin sogar am überlegen meine quarzgesteuerten Dreher wieder abzugeben und nur die ganz simplen riemengetrieben Micros zu behalten...  ...Vielleicht gönne ich mir dann irgendwann noch einen Röhrenamp...
Beste Grüße
Ralf
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Dieser Trend zu den manuellen Geräten kam zusammen mit dem Kabel-Klang im Schwerpunkt, in der Mitte der 80er auf.
Die Geräte waren alle zu Ende entwickelt und die Hifi-Zeitschriften hatten praktisch ihre Existenzberechtigung verloren. Da kamen dann kleine Manufakturen auf die Idee, exklusive Kleinserien zu produzieren. Aufwändige Mechanik konnten diese Bastelbuden aber schlicht nicht. Qualitäten die Dual 10-20 Jahre vorher in Großserien produziert hat, waren für diese Läden unerreichbar. Wenn man etwas nicht hinbekommt, muss man den Mangel zum Vorteil erklären. Plötzlich sollten durch weglassen von Teilen der Klang verbessert werden.
So etwas kann man ja ruhig behaupten, denn wenn man statt Entwicklern lieber Designer und Werbetexter beschäftigt, dann hören die Kunden diese Vorzüge auch. War teuer, muss also gut sein und es steht ja auch im Prospekt, dass es besser klingt. Die obsoleten Hifi-Zeitschriften haben ja ohnehin das geschrieben, was die Werbekunden wollten und sind somit auf den Zug mit aufgesprungen.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass in der Stereoplay anfänglich nur ein ganz paar CD-Player nicht in der klanglichen "Absoluten Spitzenklasse Referenz"-Einstufung gelandet sind. Die wenigen Billiggeräte waren dann nur noch "Absolute Spitzenklasse" und damit in Bereichen, die bei den anderen Geräten nur die Top-Teile erreicht haben. Also wurde kurzerhand das System über den Haufen geworfen und die Geräte neu eingestuft.
Hifi-Geschwurbel funktioniert auch heute noch prima.
Gruß
Jan
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 06.02.26, 15:54 von Sahnehäubchen.)
Ich möchte Euch hier gerne bremsen. Solche Diskussionen entwickeln mit der Zeit ihr Eigenleben und man entfernt sich immer mehr vom eigentlichen Thema. Es geht mir wirklich um persönliche Erfahrungsberichte. Ich hoffe das wir das hinkriegen. 
Noch eine Bemerkung zum Schuss von mir. Das Teil wird seit 1998 unverändert produziert. So viele Firmen gibt es in diesem Bereich nicht die das ähnlich hinkriegen.
Schlechte Produkte sprechen sich schnell rum. Diese kleine Firma lebt vom Erfolg und hätte das Teil längst eingestampft wenn es keine Abnehmer findet. Es produziert selbst und Mitarbeiter müssen bezahlt werden. Es mag teuer sein. Aber alles ist relativ. Nun gut, das soll es an Offtopic auch von mir sein.
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(06.02.26, 15:53)Sahnehäubchen schrieb: Es geht mir wirklich um persönliche Erfahrungsberichte. Ich hoffe das wir das hinkriegen. 
Ich denke nicht, da hier schlicht niemand ist, der einen hat oder hatte  Aber - was nicht ist, kann ja noch werden...
Schöne Grüße, Thomas
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