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Hallo,
der Pitch-Riemen von meinem CS 508,
den ich auch eigentlich vollständig verkaufen will
ist zerbröselt...
...ich finde bei Thakker leider nur einen für
Dual 1264
CS 522
CS 505
CS 506
aber irgendwie nichts für den CS 508 ???
Sind die alle baugleich?
Ich will den nicht als defekt einstellen, nur weil der Pitch-Riemen kaputt ist...das Wechseln ist ja schnell gemacht.
LG
Alex
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tatsächlich gibt es für manche DUAL Pitch Riemen kein Ersatz. Habe hier auch einen 1237... , habe dann einen 4 Kant Riemen genommen als Notlösung weil der Rutschen könnte..
da würde ich tatsächlich empfehlen auch noch im DUAL Forum nachzufragen, dort versucht man diese (fehlenden Ersatzteile) Zahnriemen auszudrucken...
Grüße Jaro
DVB SAT Spezialist, IT Admin, CAD ADMIN, zur Zeit aber mit Plattenspielern beschäftgt
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08.02.26, 21:53
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.02.26, 8:05 von Spitzenwitz.)
Um Riementriebler von Dual sollte man einen sehr großen Bogen machen, wenn wir die Geräte ohne Pitch-Regler und den CS5000 mit
seinen Ablegern ausklammern. Die Vario-Pulley Fehlkonstruktion für die mechanische Geschwindigkeitsfeineinstellung ist und bleibt der absolute Murks.
Die Zahnriemen gibt es nicht mehr, die Kantriemen, die man als Ersatz für den 508 bekommt, taugen nicht viel. Die greifen nur, weil sie total stramm sitzen. Damit sie überhaupt greifen, muss der der komplette Mechanismus zerlegt und gereinigt werden, damit er wieder entsprechend leichtgängig ist.
Wenn man keinen emotionalen Bezug zum Gerät hat, lohnt sich die Reparatur eines CS508 nicht, da hier an sehr vielen Stellen gearbeitet werden muss und man letztendlich die herstellerspezifische Systemaufnahme in Kauf nehmen muss.
@ picrard Bevor Du den Spieler verkaufst, solltest Du zumindest die drei rissigen Knallfrösche (Entstörkondensatoren) austauschen, damit es keinen Ärger gibt.
Gruß
Michael
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09.02.26, 9:07
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.02.26, 9:08 von Jarap.)
tatsächlich könnte man diese DUAL mechanische Pitch Fehlkonstruktion durch eine elektronische Regelung ersetzen..
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Sowas geht sicher, aber warum? Am Ende hast du einen verbastelten Dreher, der zwar funktioniert, aber nichts wert ist.
Das lohnt doch irgendwie nicht. Ein CS 508 wird dadurch ja nicht zum CS 5000 (der ja auch nur auf dem Papier toll ist)
Gruß
Jan
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die elektronische Lösung wäre halt schon besser, da es keine andere vernünftige Alternative gibt.
@ Spitzenwitz hat es ja angedeutet, und ich am Anfang auch, die Zahnriemen gibt es nicht mehr , die 4 Kantriemen bergen Rutschgefahr.
Die bisherigen Versuche Riemen auszudrucken waren bisher nicht erfolgreich.
Die einzige Methode wäre tatsächlich die elektronische Lösung um den Dreher retten.
Ob sich so was natürlich lohnt, dass zweifle ich selbst an. Ich habe bei dem 1237 mit einer 4 Kant - Gummidichtung kostenlos in der Garage gefunden "gepfuscht" dann die Drehzahl mit der Stoppuhr richtig eingestellt und nun fasse ich den Pitch nicht mehr an.. 
Wer sich so ein teuren 4 Kant Riemen kauft ist selber schuld , der wird auch mal rutschen wenn Pulley vom Abrieb des Riemens "vollgekackt" wird.. Der Verschleiss Staub gelangt bis an den Vierkantriemen.. siehe Bild.
auch die vielen anderen DUAL Modelle die diese Fehlkonstruktion nutzen werden früher oder später betroffen sein..
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Hi Alex @ picrard,
lass dich nicht verunsichern. Du willst das Gerät nicht behalten und daher würde ich, um die Reparatur kostengünstig durchführen zu können, dir den Tipp von Michael wiederholend noch einmal ans Herz legen, auf jeden Fall die drei Folienkondensatoren zu wechseln.
Eine elektronische Regelung dieser Motoren ist nicht so leicht möglich, es sind Synchronmotoren, die ihre Drehzahl über die Netzfrequenz erhalten. Daher muss die Drehzahlregelung des Tellers mechanisch erfolgen. Das Zerlegen und Reinigen des Pulleys ist nicht so kompliziert und auch das Reinigen und Fetten der Mechanik zur Verstellung nicht. Danach geht das wieder viele Jahre feinfühlig und präzise genug. Selbst wenn du so einen Spieler kommerziell verkaufen würdest, kämst du durch die 2 Jahre Gewährleistung.
Als Ersatz für den nicht mehr erhältlichen Zahnriemen nehmen viele O-Ringe aus dem Sortimentskasten. Solange die Mechanik leichtgängig und der O-Ring stramm genug ist, kann man damit die Verstellung der Drehzahl problemlos vornehmen. Man macht das ja nicht besonders häufig. In der Regel - das ist meine Erfahrung - macht man das nur, wenn man oft zwischen 33 1/3 und 45 upm wechselt oder man den Riemen tauscht. Da ich überwiegend LPs höre, verstelle ich bei meinen Drehern mit der gleichen Mechanik (505/521) den Pitch praktisch nie. So'n O-Ring kostet übrigens auch so gut wie nichts.
Das Bashing der Variopulleys kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt bessere Lösungen, aber es ist nicht so, dass das eine komplette Fehlkonstruktion wäre. Ganz im Gegenteil: sie funktioniert lange Zeit problemlos - im Neuzustand mit Sicherheit und nach einer guten Wartung auch.
Viele Grüße
Darwin (Thomas)
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(10.02.26, 10:29)darwin schrieb: Eine elektronische Regelung dieser Motoren ist nicht so leicht möglich, es sind Synchronmotoren, die ihre Drehzahl über die Netzfrequenz erhalten. Daher muss die Drehzahlregelung des Tellers mechanisch erfolgen.
Hi Thomas @ darwin,
kurze Zwischenfrage: Mein Systemdek 2x2, genau wie ein Thorens TD150 oder ein einfacher Linn LP12, haben ja auch einen Synchronmotor der mit Netzfrequenz läuft.
Am Systemdek habe ich mittlerweile ein Dr. Fuß-Netzteil, der genau diese Frequenz erzeugt und regelt und damit die Geschwindigkeit. Ließe sich ähnliches hier nicht auch tun, wenn man entsprechende Elektronik-Kenntnisse hat?
Schöne Grüße, Thomas
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10.02.26, 11:07
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.02.26, 11:10 von Jan.)
Natürlich lassen sich alle Synchronmotoren so steuern. Also im Grunde einen Frequenzgenerator für die Taktung und einen Verstärker für die Spannung.
Am Ende hast du dann einen Dreher der unabhängig von der Netzfrequenz läuft. So richtig gut ist so etwas aber noch nicht, denn es fehlt ja noch immer das Feedback der tatsächlichen Drehzahl und damit eine Regelung.
Gruß
Jan
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10.02.26, 11:17
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.02.26, 11:20 von darwin.)
Hi Thomas,
der schaltungstechnische Aufwand ist nicht gering und offen gestanden ist es mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Dual-Dreher sind solide mechanisch konstruiert, um günstig gute Schallplattenwiedergabe zu ermöglichen. Ein paar Blechteile stanzen ist wesentlich einfacher als so eine Elektronik zu bauen, jedenfalls im großen Maßstab. Linn, Systemdek und teilweise auch Thorens sind keine Volumenhersteller (gewesen). Der philosophische Ansatz ist auch ein anderer und die Kundschaft sowieso.
So eine elektronische Drehzahlsteuerung hat Vorteile, keine Frage. Aber ließ sich ein Dreher für 248 Mark mit so einer Steuerung realisieren (bezogen auf den CS 508)? Sicher nicht. Einfacher ist die Drehzahlsteuerung mit einem DC-Motörchen, was die gängigere Praxis ist. Die Kosten dafür gehen gegen 0.
Und noch einmal zurück zu dem Problem von Alex: er wird mit dem 508 keinen hohen Preis erzielen können und er strebt einen Verkauf an. Daher ist es wichtig, dass die Kiste betriebssicher funktioniert und der Käufer damit Platten hören kann. Wer höhere Ambitionen (aber keine Ahnung von der Technik) hat, kauft sich vermutlich weder ein gebrauchtes noch so ein einfaches Gerät.
Das Bild in dem Link oben habe ich übrigens hier gefunden: http://www.frank-landmesser.de/hoer_anal...zteil.html und der Artikel ist gut geschrieben. Ich habe irgendwo den Preis von 250 € für so ein Netzteil gefunden, aber ich weiß nicht, von wann die Preisangabe stammt und ob sie entsprechend noch gültig ist.
(10.02.26, 11:07)Jan schrieb: Am Ende hast du dann einen Dreher der unabhängig von der Netzfrequenz läuft. So richtig gut ist so etwas aber noch nicht, denn es fehlt ja noch immer das Feedback der tatsächlichen Drehzahl und damit eine Regelung.
Das Feedback hast du beim CS508 mit seiner mechanischen Regelung auch nicht. Du kannst nur per Stroboskopscheibe kontrollieren, ob die Umdrehungszahl mit der Netzfrequenz der Glühbirne korrespondiert. Ich muss noch einmal betonen: wenn ein Spieler elektrisch/elektronisch und mechanisch in Ordnung ist, dann stellt man die Drehzahl einmal ein und hat dann lange Ruhe. Wenn man ständig nachregeln muss, ist der Dreher - warum auch immer - nicht in Ordnung. Manchmal ist es auch eine Qualitätsfrage (aber die ganz günstigen Geräte lassen in der Regel ohnehin keine Regelung zu).
Viele Grüße
Darwin (Thomas)
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