ich habe letzte Woche einen Telefunken STS 1 in gutem Zustand erworben. Den Enstörkondensator habe ich getauscht und den Plattentellermotor neu geölt. Er läuft nun butterweich.
Beim Kauf habe ich die Tonarmfunktionen Start, Stop, Lift, Repeat und Pitch getestet. Alles funktionierte bis auf die Tonarmrückführung. Der Arm blieb kurz vor der Stütze stehen und der Tonarmmotor schaltete ordnungsgemäß ab.
Ich habe den Tonarmmotor, das Kurvenrad, ein weiteres Zahnrad sowie den Hebel mit dem "Steuerpimpel" ausgebaut, gereinigt und neu gefettet. Seit dem Zusammenbau steht der sog. "Wahlhebel" anders als usprünglich, obwohl ich diesen garnicht ausgebaut habe. Dies hat zur Folge, dass die Tonarmfunktionen nicht mehr gegeben sind.
Anhand der beiden Fotos kann man die mit roten Kreisen und grünen Pfeilen hervorgehobenen Abstände vom VORHER- bzw. NACHHER-Zustand sowie die unterschiedlichen Stellungen des "Wahlhebels" hoffentlich gut erkennen.
Ich habe mehrfach versucht, den Plattenspieler wieder in den ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Leider erfolglos, somit bin ich mit meinem Latein am Ende. Daher meine Frage: Wer aus NRW - vornehmlich Ruhrgebiet / Münsterland kennt sich mit derm Telefunken STS 1 oder dem baugleichen Telefunken CS 20 aus, und könnte meinen Plattenspieler wieder zum Leben erwecken?
Hast Du vom VORHER-Zustand gute Fotos gemacht zur Orientierung ? Ich kann hier beim Vergleich der Bilder nur erkennen, daß unten kein Motor mit dem Stabilisierungsgestänge mittig am Kurvenrad eingebaut ist und auch die 2 Microschalter andere Typenbezeichnungen haben.
Das sind 2 verschiedene Spieler, gell ?
Ich hatte nie die Mikroschalter gefettet, sondern nur mit Oszillin gespült. Ggfs. im eingebauten Zustand mit Stücken von Baumwolle drumherum zum Aufsaugen der Sprühflüssigkeit. Manche Mikroschalter werden ab Werk justiert und die Schrauben werden mit Lack fixiert. Das hat zum Zweck, daß der Schaltkontakt über längere Zeit gegeben ist.
Von dem einen oder anderen Dual weiß ich noch, daß manchmal die falsche Art und Menge der Schmierung der Mimik eine korrekte Weiterbewegung der Bauteile behindert hatte. Means: Erst ein Reibungswiderstand machte dann erfolgreich klack-klack-klack.
korrekt, das o.a. erste Foto stammt von einem Dual-Board-Mitglied von seinem STS 1, da ich den VORHER-Zustand nur auf 2 Fotos verteilt gemacht habe. Diese hänge ich hier einmal an. Das o.a. 2. Foto ohne Motor ist von meinem STS 1. Ich habe den Motor für das Foto nicht extra eingebaut, da es für die Darstellung der markierten Stellen ohne Belang ist. Die korrekten Funktionen des Tonarms sind aber auch mit Motor nicht gegeben.
Übrigens, die Mikroschalter in meinem Gerät habe ich überhaupt nicht bearbeitet, gefettet oder anderweitig behandelt. Sie sind noch so, wie ich sie vorgefunden habe.
keine Ahnung, ob es der gleiche STS 1 ist. Mein Gerät stammt vom verstorbenen Vater eines KA-Anbieters aus Mülheim a.d. Ruhr. Du wohnst doch in Düsseldorf, da meinst Du bestimmt den STS 1, der in Meerbusch angeboten wurde. Übrigens, so weit ich mich erinnere, hast Du mir im TB-Forum vor längerer Zeit einmal Tipps zu meiner Akai GX-215 D gegeben.
Mein STS 1 hat vor Ort, bis auf die „unvollständige“ Tonarmrückführung funktioniert. Erst nach meinem Wartungsversuch traten die Probleme auf. Ich selbst werde an dem Plattenspieler nicht weiter „rumdoktern“, deshalb suche ich ja jemand, der das Gerät wieder fertigstellt.
Hallo,
ich habe heute noch einmal die Mechanik des STS 1 auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt. Dabei fiel mir auf, dass die kleine Nase auf der Oberseite des „Wahlhebels“ unten in das Kurvenrad eingriff und so den „Wahlhebel“ blockierte. Dieser Fehler ist mir bei den vorherigen De- und Montagen nicht aufgefallen.
Nach dem Wiedereinbau der Teile läuft der „Wahlhebel“ nun vor dem Kurvenrad her, so dass der Hebel nicht mehr blockiert ist.
Was immer noch nicht korrekt funktioniert, ist das Abheben des Tonarms am Ende der Platte, sowie das Aufsetzen auf der Stütze. Dies geschieht ca. 8 mm vor der Stütze. Das läßt sich hoffentlich ohne großen Aufwand einstellen. Außerdem sind die Gummifüße ausgelutscht. Da muss ich mal sehen, welche Alternativen es gibt.
Jetzt muss mich aber erst einmal auf die Urlaubsvorbereitungen konzentrieren. Wohnmobil packen, kontrollieren, ob die 3.500 kg Gesamtgewicht eingehalten werden, usw., usw. Mit dem STS 1 werde ich mich irgendwann dem Urlaub wieder beschäftigen.
Vielen Dank nochmal für Eure Tipps.
Gruß Andreas
frisch erholt aus dem Urlaub zurück habe ich mich heute noch einmal mit dem STS 1 auseinandergesetzt. Mit Hilfe der Service-Anleitung und viel Geduld habe ich nach einigen Versuchen die korrekten Einstellungen für den Aufsetzpunkt und die Endabschaltung vorgenommen. Der Tonarm setzt nun auch an der korrekten Stelle auf der Tonarmstütze auf. Alles in allem läuft der STS 1 jetzt zu meiner vollen Zufriedenheit.
Danach habe ich noch die ausgelutschten Füße gegen Alufüße aus dem Netz getauscht. Vielen Dank noch einmal für Eure Unterstützung.
ich (Lutz) schleiche mich hier mal in Plattenspieler-Forum ein. Leider bin ich nicht - wie viele andere Teilnehmer hier - vom Fach und habe keine RFT Ausbildung. In den letzten Jahren habe ich nur kleine Reparaturen an meinen alten Telefunken und Dual Geräten durchgeführt.
Auf der Suche nach Informationen habe ich diese sehr gute Beschreibung "Benötige Hilfe bei Telefunken STS 1" gefunden. Es freut mich zu sehen, das es noch viele Fans dieser schönen, alten Geräte gibt.
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, eine alte, komplette Telefunken S1 Anlage (ca. 1979) in der selten angebotenen Ausführung "champagner metallic" zu kaufen.
Bei der Besichtigung stellten sich die üblichen Probleme mit den Netzschaltern der Komponenten STM, STP, STT und STC heraus.
Der STS 1 lief nach dem Einschalten im Dauerbetrieb (Plattenteller drehte sich). Weder die Endabschaltung über den Tonarm, noch der Tonarm-Lift funktionierten.
Ich habe mir heute zunächst den STS 1 vorgenommen:
- Der Motor für den Tonarmlift drehte nicht. Erst mit etwas Nachhilfe durch vorsichtiges manuelles Bewegen der Motorwelle lief der Motor wieder an.
- Der Motor für den Tonarmlift macht in eine Richtung leichte Quietschgeräusche, so als wenn die Motorwelle etwas "trocken" läuft.
- Die Kunststoff-Zahnräder und die Schnecke des Tonarmmotor sind ziemlich verklebt und müssen gereinigt werden (habe ich erst mal so gelassen)
- nachdem der Motor wieder lief, hat es auch mit der An- und Abschaltung wieder funktioniert
- Den Aufsetzpunkt des Tonarms konnte ich bereits über die "Schraube 1-B" gem. Service-Manual justieren jetzt klappt es auch schon (fast) mit der Tonarm-Rückführung. Beim letzten Stück muss man etwas nachhelfen, damit der Tonarm in die Endposition kommt.
- nach Abschalten mit dem Hauptschalter hört man Geräusche vom Hauptantrieb. Diese verschwinden, wenn ich das Gerät wieder einschalte.
Ich habe festgestellt, dass es einen Widerstand vom Mikroschalter zum Abschalten des "Hauptantriebes" gibt, wenn der Vorschubhebel in die Endposition gebracht wird. Löse ich diesen Schalter, lässt sich der Tonarm ohne Widerstand bewegen - siehe Foto.
Meine Fragen an Euch:
- Sind Euch die Probleme mit der etwas hakeligen Tonarmrückführung durch den Vorschubhebel / Mikroschalter bekannt und wie kann man das beheben?
- Habt ihr bzw. Pernod61 auch die Geräusche vom Hauptantrieb nach Ausschalten? (wenn der Netzstecker gezogen ist, herrscht Ruhe :-)
- Welche Reinigungslösungen, Fette / Öle könntet Ihr empfehlen?
Viele Grüße
Lutz
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