Klaudio Magnezar Turntable
#9
Ich weiß nicht ob das zielführend ist, diese schwebende Tellerlagerung schlecht zu reden, Jan. Intention dieser Lagerung wird sicherlich sein, Rumpeln, also lagerverursachte niederfrequente Schwingungen, zu eliminieren. Also etwas, was ich niemals raushöre, wenn das Spindel-/Wälzlager in Ordnung ist. Aber egal, technisch hat man das vermeintliche Problem mit den schwebenden Tellern gelöst.

Zitat:Es gibt gar nicht so wenige Plattenspieler, die das so umsetzen. (Z.B. der Victor QL-Y77F)

Soweit ich weiß hat der QL-Y77F noch ein ganz schnödes normales Spindellager. Magnettellerlager wurden erst bei den QL-A70 und QL-A95 verbaut. Die magnetische Dämpfung beim QL-Y77F bezieht sich nur auf das Lasergeschütz, ähh häßlichen Tonarm...

Zitat:Ein schwebender Teller, egal ob ds durch Druckluft oder durch Magnetfelder geschieht, ist für Plattenspieler eine komplett schlechte Wahl.

Sicher, deswegen ist sowas auch in sauteuren Plattenspielern verbaut, damit die sich besser verkaufen...

Zitat:Immerhin hast du dadurch einen Teller, der je nach Belastung mehr oder weniger nach unten nachgibt und das unabhängig vom Tonarm. Das ist auf jeden Fall mal negativ für die Armgeometrie.

Wenns schlecht umgesetzt ist, hast du sicher recht. Allerdings wird wohl doch die Position des Plattentellers elektronisch überwacht und im Bedarfsfall sofort gegengeregelt. Ist in diesem Fall besonders wichtig, da die äußere record clamp nicht im Teller integriert ist, sondern im statischen Außenring, der fest mit dem Chassis verbunden ist. Das wäre hier fatal, wenn der Teller seine Höhe nicht halten könnte.
Und jetzt mal ganz ehrlich, was sollte an vorhandenen Gewichten den 20kg Teller so belasten, dass er merklich nach unten nachgibt, außer ein Jan, der mit seiner Plattenbürste arme Riemendreher zum Stillstand zwingt? Sicher nicht die 1 bis 3g Auflagekraft.

Zitat:Horizontal wird der Teller durch eine Gleitbuchse oder durch ein Kugellager geführt. Diese beiden Lager haben einen gewissen Abstand zueinander, wodurch das System auch gegen Kippmomente und Taumelbewegungen recht stabil ist. 
Angenommen man fängt 100% des Gewichts über das Magnetlager ab und möchte die horizontale Führung weiter mechansisch betreiben. Dann hat man, durch den Fuß keine nenneswerte Führung mehr und muss die Lagerbuchse verlängern um das gleiche ergebnis zu erzielen. Man hat also eher wenig gewonnen.

Sieh dir einfach im Vid an, wie der Teller in die Führung im Chassis eingesetzt wir. Da bezweifle ich die Gefahr von Kippmomenten und Taumelbewegungen.

Diese Diskussion erinnert mich ganz stark daran, wie hier öfter behauptet wurde, dass Riemendreher einen schlechteren Gleichlauf als Direktantriebe haben und erst durch Herstellerangaben belegt werden mußte, dass die vorhandenen schnöden Riemendreher keine nennenswerten schlechteren Werte haben. Wenn überhaupt ein Unterschied da ist, dann im 0,0X% Bereich. Also nicht wahrnehmbar...

Einfach mal akzeptieren, dass es verschiedene Herangehensweisen für die Aufgabe gibt, einen Plattenteller möglichst still mit gleichbleibender Umdrehungszahl anzutreiben.
Bei den schwebenden Tellern ist der Aufwand einfach nur immens, dies zu erreichen...Bei Problemlösungen muß man im Regelfall einen Tod sterben. Hier ist es mMn der resultierende Preis aus dem Aufwand, der in keinster Weise eine eventuelle Verbesserung zu günstigeren Konzepten rechtfertigt.
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
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RE: Klaudio Magnezar Turntable - von rowo - 29.09.26, 16:53
RE: Klaudio Magnezar Turntable - von Jan - 29.09.26, 17:02
RE: Klaudio Magnezar Turntable - von Hifijc - 29.09.26, 18:19
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