Tonarm Audio Technica AT-LP120XUSB
#1
Hallo liebe Forenmitglieder.

Ich habe mir einen neuen Audio Technica AT-LP120XUSB gekauft und den Tonarm, also die Auflagekraft mittels einer digitalen Tonarmwaage genau auf den empfohlenen Wert des Herstellers eingestellt, ebnso das Antisakting.
Nachdem der Tonarm abgesenkt ist und die Nadel in der Rille liegt ist alles super. Sobald ich aber den Tonarm mittels dem Lift anhebe, wandert dieser ein Stück nach links RICHTUNG PLATTENSTÜTZE. Das heisst, wenn man den Arm wieder absenkt, wird die Platte nicht an der Stelle weitergespilet, wo man den Arm anhob.
Ich habe schon mit Hile eines Wattestäbchens und Alkohol die Tonarmstütze abegrieben, um evnt. Fettrückstände zu entfernen.
Es half jedoch nichts. 

Was könnte daher noch die Ursache für dieses Phänomen sein.

Im voraus vielen Dank für Eure Antworten.
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#2
Dreh ein wenig das Antiskating hoch, dann sollte es weniger werden
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

Angeschlossene Dreher:
JVC QL-Y55F, Victor QL-Y77F, Technics SL-1300 , Revox B795 

Darf gehen:
Denon DP-37F, Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284

ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219

[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
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#3
Habe ich probiert geht auch nicht.
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#4
Tatsächlich ist es die Skatingkraft, die den Tonarm beim Anheben zur Mitte zieht. Bei meinen Plattenspielern ist es auch so, dass der Arm ein wenig weiter zur Mitte aufsetzt.
Wenn man das nicht möchte, sind Tangential-Arme eine gute Wahl.

Bei der Einstellung vom Antiskating kann man, besonders bei scharfen Schliffen, ruhig einiges mehr einstellen, als es bei der Empfehlung für einfache Nadeln heißt. Also ruhig mal auf 3 oder mehr drehen, bei 1,5 g Auflagegewicht.
Es gibt leider keine brauchbare Methode die Skatingkraft vorher zu ermitteln. Die oft genommene Schallplatte ohne Rillen taugt wenig, da hier die Flanken des Steins nicht durch die Unebenheiten der Platte wandern und somit die Reibung eine andere ist.
Theoretisch könnte man die Kanalgleichheit mit einer Testplatte nehmen, aber dann passt das Antiskating bei der Testplatte und bei richtiger Musik sieht es wieder anders aus.

Mich stört so etwas eigentlich kaum, denn nur wenn die Platte einen Pressfehler hat und springt, verwende ich den Lift manuell. Dann ist es aber sogar praktisch, wenn die Nadel ein wenig zur Mitte wandert.
Sonst verwende ich den Lift eher nicht, da ich ja Vollautomaten habe, die das selber machen
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

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#5
Als Tonabnehmer habe die Ortofon Concorde Music Red. Die Auflagekraft beträgt 1,8 Gramm. Bis wohin soll, oder kann man das Antiskting einstellen.
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#6
Ausprobieren. 2,7 wäre eher der normale Wert. Kannst aber ruhig Werte über 3,5 probieren. Kaputt geht dabei nichts
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

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#7
Aber warum empfiehlt man dann Anstskatingwert gleich Auflagekraft?
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#8
Das wird bei runden Nadeln gesagt. Es ist nur ein pauschaler Richtwert und wie das mit solchen pauschalen Werten nun mal ist, meist sind sie pauschal falsch.
Es gibt aber sogar sehr hochwertige Arme, die gar kein Antiskating haben und damit kann man auch hören.
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

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#9
Vielen Dank Jan für Deine hilfreichen Antworten.
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  • Jan
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#10
Der nicht funktionierende Anti-Skating Mechanismus des Audio Technica AT-LP120XUSB ist seit Jahren bekannt, die verbaute Feder ist falsch dimensioniert. Audio-Technica schickt Ersatzfedern raus, der Austausch ist aber nichts für Laien.

Das Problem mit fehlerhaften Anti-Skating Mechanismen zieht sich nahezu durch die gesamten Hanpin-Baureihen. Das ist Massenproduktion auf die maximal günstigste Art und Weise. 

Wenn das Gerät neu ist, solltest Du es zum Fachhändler bringen oder einschicken. Du solltest das Problem aber vorher googeln und ausdrucken, damit man Dir glaubt. Man findet unendlich viele Einträge dazu.

Der Audio Technica AT-LP120XUSB ist leider eine sehr "billige" Kiste. In der heutigen Zeit kann man von einem Plattenspieler für € 279,-- nicht viel erwarten.
Gruß
Michael
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  • Erzkanzler, Jan
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