Klaudio Magnezar Turntable
#1
Da ist der Entwickler ja in die Vollen gegangen..





Kostet zwischen 65k und 85k $. Je nach Ausführung.

Alein die eingebaute automatische Plattenklemme schlägt mit 15k $ zu buche...Also eigentlich ein Schnäppchen, wenn man manche Kabelpreise betrachtet... Cool
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
[-] Die folgenden 4 users Gefällt HighEndVerweigerer's post:
  • labrador, staakie, rowo, Jan
Zitieren Return to top
#2
So viel Geld für einen Dreher auszugeben, würde mir selbst nach einem Lottogewinn unvorstellbar dekadent vorkommen, aber mir gefällt der Plattenspieler (auch optisch)!
Grüße
Robert

Wer gute Gräben gräbt, kriegt eine größere Schaufel.
[-] Die folgenden 1 user Gefällt rowo's post:
  • Jan
Zitieren Return to top
#3
Ein Plattenspieler für reiche Idioten.
Allein schon der magnetisch schwebende Plattenteller macht ja mehr Probleme, als er lösen kann.
Warum macht man so etwas? Man will Reibung minimieren und den Teller mechanisch entkoppeln.
Reibung ist grundsätzlich kein Problem und hat durchaus auch positive Auswirkungen. Das Entkoppeln klappt aber immer nur in einer Richtung. Der Teller muss ja nach wie vor auf der Achse geführt werden. So ein schwebender Teller hat aber zu wenig Dämpfung, die ein unkontrolliertes Schaukeln oder sogar resonanzen minimieren könnten.

Die Armgeometrie ist aber cool. Ein Parallelogramm-Tonarm, der den Fehlwinkel eleminiert und Antiskating überflüssig macht. Auch der Einstell-Laser ist ne feine Sache. Eine Headshell mit VTA-Einstellung. Wie damals beim PE, nur etwas eleganter ausgeführt
Auch eine dezente Hornauswahl im Hintergrund Big Grin
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

Angeschlossene Dreher:
2x Victor QL-Y77F, Technics SL-1300

Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284

ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219

[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Zitieren Return to top
#4
Die technischen Daten sind jetzt auch nicht grade beeindruckend...
Gruß
Jan-Cedric
Zitieren Return to top
#5
Das der Preis jenseits von Gut und Böse ist, darüber brauchen wir nicht schnacken...

Ich finde es aber super, dass einer aus der DIY Ecke sich seinen Wunschdreher baut und im Direktvertieb auch noch Kunden dafür findet. Da ziehe ich einfach mal meinen imaginären Hut...

Und diese automatiche record clamp ist doch einfach nur genial, auch wenn meine ganze Audiokette nur einen Bruchteil des Mehrpreises für dieses Feature kostete...
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
[-] Die folgenden 1 user Gefällt HighEndVerweigerer's post:
  • rowo
Zitieren Return to top
#6
(29.09.26, 17:02)Jan schrieb: Ein Plattenspieler für reiche Idioten.
Allein schon der magnetisch schwebende Plattenteller macht ja mehr Probleme, als er lösen kann.
Warum macht man so etwas? Man will Reibung minimieren und den Teller mechanisch entkoppeln.
Reibung ist grundsätzlich kein Problem und hat durchaus auch positive Auswirkungen. Das Entkoppeln klappt aber immer nur in einer Richtung. Der Teller muss ja nach wie vor auf der Achse geführt werden. So ein schwebender Teller hat aber zu wenig Dämpfung, die ein unkontrolliertes Schaukeln oder sogar resonanzen minimieren könnten.

Die Airforce Zero und Airforce One Plattenspieler von TechDas aus Japan arbeiten auch mit schwebenden Plattentellern. Allerdings schweben die durch ein Luftpolster, welches von einer Pumpe erzeugt wird...Und die sind nochmal um einiges teurer und für "noch reichere Idioten" bestimmt. Es gibt halt Menschen, denen tut es weniger weh sich einen Dreher in der Preisklasse zu kaufen als dir, wenn du dir eine Schachtel Zigis holst...Kritisch wirds, wenn sich jemand für soetwas verschuldet...Das ist dann idiotisch...

Ich denke "Klaudio" und "TechDas" haben deine aufgeführten Bedenken ganz gut im Griff. Die haben sich etwas intensiver mit der Materie beschäftigt als wir hier...Will ich sowas haben?...Ganz sicher nicht...
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
Zitieren Return to top
#7
Es ist mechanisch durchaus sinnvoll, ein mechanisches Lager durch eine Magnetfederung zu entlasten. Dadurch nimmt man viel kraft vom eigentlichen Lager ohne dass sich der Teller gleich in einem dynamischen Schwebezustand befindet. Es gibt gar nicht so wenige Plattenspieler, die das so umsetzen. (Z.B. der Victor QL-Y77F)
Ein schwebender Teller, egal ob ds durch Druckluft oder durch Magnetfelder geschieht, ist für Plattenspieler eine komplett schlechte Wahl. Immerhin hast du dadurch einen Teller, der je nach Belastung mehr oder weniger nach unten nachgibt und das unabhängig vom Tonarm. Das ist auf jeden Fall mal negativ für die Armgeometrie. Das ist genau so ein Unfug wie die Entkoppelung von Boxen durch Füße mit Magnetlager. 

Man kann natürlich auch einen Plattenteller magnetisch schweben lassen. Dazu verwendet man ringförmig angeordnetet Elektromagnete und misst den Abstand zu mindestens 3 (meist deutlich mehr) Seiten mit einer hohen Frequenz, um dann entsprechend gegenzuregeln. Wenn man da sowohl genug Energie, als auch genug Masse rein steckt, wird man so ein System durchaus stabil bekommen. Verwendet man hier einen entsprechend schweren Teller, wird das System auch nicht besonders auf die Kräfte durch die Nadel reagieren. 
Trotzdem sind solche Systeme sehr anfällig für Resonanzen. 
Ein wenig Reibung im Tellerlager ist keine schlechte Sache. Sie wirkt ohne technischen Aufwand solchen Resonanzen entgegen und ist für den Antrieb kein Problem. 

Es hat schon seinen Sinn, warum die Masse der Dreher nur um die 95% des Gewichts über Magnete abfängt und für den Rest ein mechanisches Lager verwendet. Durch diese Konstruktion wird die Belastung auf das Tellerlager erheblich reduziert, was Verschleiß mindert. Trotzdem behält man die exakte Führung eines mechansichen Lagers. 
Ein klassisches Tellerlager besteht mechanisch betrachtet aus zwei Lagern: Senkrecht ruht das Gewicht auf einer Kugel, einem Nadellager oder einem Wälzlager. Horizontal wird der Teller durch eine Gleitbuchse oder durch ein Kugellager geführt. Diese beiden Lager haben einen gewissen Abstand zueinander, wodurch das System auch gegen Kippmomente und Taumelbewegungen recht stabil ist. 
Angenommen man fängt 100% des Gewichts über das Magnetlager ab und möchte die horizontale Führung weiter mechansisch betreiben. Dann hat man, durch den Fuß keine nenneswerte Führung mehr und muss die Lagerbuchse verlängern um das gleiche ergebnis zu erzielen. Man hat also eher wenig gewonnen.
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

Angeschlossene Dreher:
2x Victor QL-Y77F, Technics SL-1300

Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284

ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219

[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Zitieren Return to top
#8
Guten Morgen,

ein beeindruckender Dreher, toll was der Mann da auf die Beine gestellt hat!

Aber unabhängig vom Preis würde der Dreher wegen der Optik nie bei mir eine Rolle spielen. Das Design ist mir viel zu "brachial, technisiert" und damit FÜR MICH "häßlich".

Gruß
[-] Die folgenden 2 users Gefällt labrador's post:
  • natas666, Jan
Zitieren Return to top
#9
Ich weiß nicht ob das zielführend ist, diese schwebende Tellerlagerung schlecht zu reden, Jan. Intention dieser Lagerung wird sicherlich sein, Rumpeln, also lagerverursachte niederfrequente Schwingungen, zu eliminieren. Also etwas, was ich niemals raushöre, wenn das Spindel-/Wälzlager in Ordnung ist. Aber egal, technisch hat man das vermeintliche Problem mit den schwebenden Tellern gelöst.

Zitat:Es gibt gar nicht so wenige Plattenspieler, die das so umsetzen. (Z.B. der Victor QL-Y77F)

Soweit ich weiß hat der QL-Y77F noch ein ganz schnödes normales Spindellager. Magnettellerlager wurden erst bei den QL-A70 und QL-A95 verbaut. Die magnetische Dämpfung beim QL-Y77F bezieht sich nur auf das Lasergeschütz, ähh häßlichen Tonarm...

Zitat:Ein schwebender Teller, egal ob ds durch Druckluft oder durch Magnetfelder geschieht, ist für Plattenspieler eine komplett schlechte Wahl.

Sicher, deswegen ist sowas auch in sauteuren Plattenspielern verbaut, damit die sich besser verkaufen...

Zitat:Immerhin hast du dadurch einen Teller, der je nach Belastung mehr oder weniger nach unten nachgibt und das unabhängig vom Tonarm. Das ist auf jeden Fall mal negativ für die Armgeometrie.

Wenns schlecht umgesetzt ist, hast du sicher recht. Allerdings wird wohl doch die Position des Plattentellers elektronisch überwacht und im Bedarfsfall sofort gegengeregelt. Ist in diesem Fall besonders wichtig, da die äußere record clamp nicht im Teller integriert ist, sondern im statischen Außenring, der fest mit dem Chassis verbunden ist. Das wäre hier fatal, wenn der Teller seine Höhe nicht halten könnte.
Und jetzt mal ganz ehrlich, was sollte an vorhandenen Gewichten den 20kg Teller so belasten, dass er merklich nach unten nachgibt, außer ein Jan, der mit seiner Plattenbürste arme Riemendreher zum Stillstand zwingt? Sicher nicht die 1 bis 3g Auflagekraft.

Zitat:Horizontal wird der Teller durch eine Gleitbuchse oder durch ein Kugellager geführt. Diese beiden Lager haben einen gewissen Abstand zueinander, wodurch das System auch gegen Kippmomente und Taumelbewegungen recht stabil ist. 
Angenommen man fängt 100% des Gewichts über das Magnetlager ab und möchte die horizontale Führung weiter mechansisch betreiben. Dann hat man, durch den Fuß keine nenneswerte Führung mehr und muss die Lagerbuchse verlängern um das gleiche ergebnis zu erzielen. Man hat also eher wenig gewonnen.

Sieh dir einfach im Vid an, wie der Teller in die Führung im Chassis eingesetzt wir. Da bezweifle ich die Gefahr von Kippmomenten und Taumelbewegungen.

Diese Diskussion erinnert mich ganz stark daran, wie hier öfter behauptet wurde, dass Riemendreher einen schlechteren Gleichlauf als Direktantriebe haben und erst durch Herstellerangaben belegt werden mußte, dass die vorhandenen schnöden Riemendreher keine nennenswerten schlechteren Werte haben. Wenn überhaupt ein Unterschied da ist, dann im 0,0X% Bereich. Also nicht wahrnehmbar...

Einfach mal akzeptieren, dass es verschiedene Herangehensweisen für die Aufgabe gibt, einen Plattenteller möglichst still mit gleichbleibender Umdrehungszahl anzutreiben.
Bei den schwebenden Tellern ist der Aufwand einfach nur immens, dies zu erreichen...Bei Problemlösungen muß man im Regelfall einen Tod sterben. Hier ist es mMn der resultierende Preis aus dem Aufwand, der in keinster Weise eine eventuelle Verbesserung zu günstigeren Konzepten rechtfertigt.
Beste Grüße
Ralf

America last!  Tongue
Zitieren Return to top
#10
(Gestern, 11:57)HighEndVerweigerer schrieb: ...
Soweit ich weiß hat der QL-Y77F noch ein ganz schnödes normales Spindellager. Magnettellerlager wurden erst bei den QL-A70 und QL-A95 verbaut. Die magnetische Dämpfung beim QL-Y77F bezieht sich nur auf das Lasergeschütz, ähh häßlichen Tonarm...
...

Das deckt sich nicht mit meinem Kenntnisstand
Gruß

Jan

Si vis pacem, para bellum

Angeschlossene Dreher:
2x Victor QL-Y77F, Technics SL-1300

Darf gehen:
Technics SL-Q 33, Sony PS 5550, Luxman PD-284

ToDos:
Sharp Optonica RP-5100, SABA PSP 910, Dual 1019, Dual 1219

[Bild: https://plattenspieler-forum.de/gallery/..._44_29.png]
Zitieren Return to top


Gehe zu: