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Wow, das habe ich gesucht und nicht gefunden. Ich habe mich zwischenzeitlich mit chatgpt unterhalten 🥹 ich müsste jetzt nochmal am Plattenspieler nachmessen, ob er wirklich die 5 Kabel nach außen führt, also Erde nicht mit L- oder R- verbindet. Wenn ich mir den Plan am Anfang so anschaue, macht er wirklich L- und L+ auf einen Stecker und entsprechend R- und R+ auf den zweiten Stecker und Erde nur auf den Kabelschuh. Dann bräuchte ich ja nur ein Y-Kabel Cinch auf MiniXLR.
Morgen messe ich mal die Stecker und dann schaue ich weiter.
Aber wenigstens habe ich die symmetrische Vekabelung etwas besser verstanden
Danke & Grüße
Jan
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26.02.26, 23:36
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.26, 23:53 von Vitavox.)
Symmetrische Signalführung ist eigentlich recht einfach.
Dadurch dass das Signal einmal phasengedreht ist löschen sich die Einstreuungen aus.
Häufigster Fehler ist vor dem Verstärker wieder zurück auf Cinch zu adaptieren........dann bist du wieder unsymmetrisch.
Wie Roman schon geschrieben hat ist der Diff.Verstärker der entscheidende Punkt.
Wenn der im Eingang vom Verstärker nicht vorhanden ist machts keinen Sinn.
Ausgang, Kabel und Eingang müssen also immer symmetrisch ausgeführt sein.
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Um jetzt nur einen weiteren Eingang am Phonopre nutzen zu können, kann man die XLR-Eingänge auch misbrauchen und dort nur ein einfaches Line-Signal unsymmetrisch drauf geben. Der Pegel ist eigentlich zu gering, aber das macht nicht wirklich was und wenn man den Cold-Leiter auf Masse legt, ist es auch elektrisch "sauber".
Gruß
Jan
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Jan, das ist genau die Krux. Der Phono-Pre hat keine richtigen XLR-Eingänge und nimmt auch kein Hot- und Cold-Signal an. Das versuche ich ja die ganze Zeit zu vermitteln. 😉
Der Eingang des Pre ist "nur" pseudodifferentiell und verwendet kein Cold-Signal, sondern das Nullsignal der Signalrückleitung (Minus, Masse) als Referenz. Da sind auch keine klassischen 3-Pol-Buchsen dran, sondern 5-Pol-Mini-XLR.
Erst der Ausgang des Pre liefert ein echtes differentielles Signal mit Hot und Cold.
Viele Grüße
Roman
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OK, nochmal für mich zum langsamdenken. Der Beitrag von Jan in #9 ist für mich verständlich und wenn ich jedesmal das Wort "Mikrofon" durch "MC-Tonabnehmer" ersetze, dann müsste das doch funktionieren. Es steht da ja sogar explizit, dass bei Stereomikrofonen aus Platzgründen ein 5 poliger XLR Verbinder benutzt wird, das Signal später aber wieder auf zwei drei-polige Signale (Kanäle) aufgeteilt wird.
Ein MC-Tonabnehmer zeichnet sich doch dadurch aus, dass die Spule an beiden Enden frei beweglich ist. Bewegt sie sich, so entsteht auf der einen Spulenseite ein positives Signal und auf der anderen Seite ein negatives Signal. Das macht der TA pro Kanal, dadurch entstehen 4 der 5 Kanäle, der fünfte ist dann die gemeinsame Masse. Solange ich da nichts mit der Masse verbinde, sollte das ein symmetrisches Sognal sein oder? Der MC Tonabnehmer erzeugt also grundsätzlich erst einmal ein symmetrisches Signal, dass ich nur später eventuell zerstöre, indem ich die kalte Seite mit der Masse verbinde?
Auf der Seite https://www.project-audio.com/de/produkt...-box-s3-b/ ist das Board des Pre-Amp zu sehen. Der 5-polige MiniXLR ist ziemlich in der Mitte und sollte die vier schwarzen und das eine rote Kabel sein, dass da im weißen Stecker sitzt. Kann man aus dem Bild erkennen, ob da ein Diff.Verstärker vorhanden ist?
Wie auch immer, ich habe beschlossen, mir einmal so einen Stecker für 4,95€ zu besorgen. Klappt es, freue ich mich, klappt es nicht, auch gut. Deshalb habe ich den Pre-Amp ja nicht gekauft. Ich fand für den Preis die vielfältigen Einstellmöglichkeiten direkt vorn sehr schön.
Grüße
Jan
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Der Punkt ist ein wenig Definitionssache.
Man kann die beiden Kanäle eines Systems so definieren, dass man zwei getrennte Massen hat und zwei mal Signal.
Man kann aber auch eine separate Masse nehmen und je Kanal Hot und Cold definieren. Vorteile hat das nicht, denn durch die dann gemeinsam vorhandene Masse leidet die Kanaltrennung. Es ist vorteilhaft, die Signale getrennt zu verarbeiten und dann sind sie einfach mal nicht symmetrisch, sondern so wie am RCA-Kabel mit Masse außen und Signal innen. Die Fünfte Leitung wird als zusätzliche Masse bis zum Phono-Pre mitgeführt und dort aufs Gehäuse gelegt
Gruß
Jan
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(Vor 3 Stunden)Jan schrieb: Der Punkt ist ein wenig Definitionssache.
Man kann die beiden Kanäle eines Systems so definieren, dass man zwei getrennte Massen hat und zwei mal Signal.
Man kann aber auch eine separate Masse nehmen und je Kanal Hot und Cold definieren. Vorteile hat das nicht, denn durch die dann gemeinsam vorhandene Masse leidet die Kanaltrennung. Es ist vorteilhaft, die Signale getrennt zu verarbeiten und dann sind sie einfach mal nicht symmetrisch, sondern so wie am RCA-Kabel mit Masse außen und Signal innen. Die Fünfte Leitung wird als zusätzliche Masse bis zum Phono-Pre mitgeführt und dort aufs Gehäuse gelegt
Nein das kann man nicht! Ein Cold gibt es nur wenn an der Signalquelle auch ein Signalsplitting mit anschließender Phasendrehung eines Signals stattfindet.
Merke: Hot und Cold sind beides Pluspole.
Vom Plattenspieler kommt aber nur Plus und Minus. Minus bildet dabei die Referenz für die Symmetrie.
Viele Grüße
Roman
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Vor 51 Minuten
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 48 Minuten von straylight.)
Ich finde das Thema ganz spannend, nutze ich doch (wahrscheinlich) eine symmetrische Verkabelung zwischen Tonabnehmer, Phonopre und Vorverstärker und Hauptverstärker.
„Wahrscheinlich“, weil ich viel zu wenig davon verstehe und die Sache komplizierter scheint, als ich dachte.
Kurz zu meinem Aufbau:
1. Tonabnehmer: Goldring Elite MC
2. Tonarm: Sorane TA-1 (SME/DIN-Buchse)
3. Phonokabel: Linn T-Cable XLR (DIN auf XLR)
4. Phonovorstufe: Phonomopped symmetrisch MK2x
5. Interconnect: Mogami, Neutric XLR (0,5m)
6. Vorverstärker: AVM V30 (XLR In, XLR Out)
7. Interconnect: Mogami, Neutric XLR (10m)
6. Endverstärker: Cambridge EVO 150 (XLR In)
Zum Phonomopped müsste es irgendwo einen Schaltplan geben, finde ich aber nicht. Die schreiben dazu:
„Keine Fake XLR, keine pseudosymmetrischen Schaltungen.Wenn wir symmetrisch dranschreiben, ist auch symmetrisch drin.“
Denen glaube ich das auch. Da wird es symmetrisch rein und wieder raus gehen. Bei AVM könnte man wahrscheinlich nachfragen. Bei Cambridge vielleicht auch.
Separate Massekabel habe ich nirgends. Brummen tut auch nichts.
Was müsste ich denn herausfinden, um zu wissen, ob die Verkabelung durchgehend symmetrisch arbeitet? Nicht, dass es eine Unterschied machen würde… Das ist reine Neugierde.
Danke!
Schöne Grüße, Thomas
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Und ich denke, dass genau das passiert, da ich ja zwei Plus-Signale pro Kanal erhalte. Jeweils von einem Ende der Spule. Oder habe ich da einen Denkfehler? Und diese beiden Signale pro Kanal sind naturgemäß invertiert zueinander.
Ich habe jetzt einmal folgende Widerstände gemessen:
Außenring Chinch-Stecker (links, wie auch rechts) gegen Tomarm
Außenring Chinch-Stecker links gegen Außenring Chinch-Stecker rechts.
Alle drei Messungen ergaben keinen Durchgang.
Also scheint die Masse auch nicht mit einem der signalführenden Kabel verbunden zu sein.
Meinem Verständnis nach ist das dann eben nicht einfach Plus und Minus, sondern Plus hot and cold (da invertiertes Signal), sowie Masse (getrennt).
Kann man denn auf dem Foto des Innenlebens erkennen, ob da ein Diff.Verstärker vorhanden ist? Für mich sind das einfach Legosteine.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob das hier zu einer Art Grundsatzdiskuusion ausartet. Für mich ist der nächste Schritt, mein Lötkenntnisse unter Beweis zu stellen. Stecker ist bestellt.
Danke für eure Ausdauer
Jan
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